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 OnTour \ Energie Cottbus - Hansa Rostock

FC Energie Cottbus - FC Hansa Rostock 3:0 (2:0)
» 17.02.2002

FC Hansa RostockDa ich entschlossen hatte die westpolnische Provinz zu Besuchen, musste nur noch geklärt werden wer mich auf dieser Reise begleiten wollte. So kam es, dass wir mit drei Leuten in Esslingen starteten und noch einen kleinen Umweg über Frankfurt in Kauf nahmen. Dort galt es zwei Freibeuter aufzunehmen. Nachdem ich zumindest Andi ein russisches Bier aufschwatzen konnte, welches ich unter großen Mühen extra für diese Reise besorgt hatte, konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Beim Tankstopp in Kirchheim fragte mich der Tankwart, ob wir nach Cottbus wollten und das das ja eine halbe Weltreise sei. Daraufhin musste ich ihm erstmal ein "Alles für den FCH" an den Kopf werfen, was er allerdings nicht so richtig verstand. Egal, weiter ging die Reise zum McD in Gera. Diesen hatten wir uns als lauschiges Plätzchen zum Frühstücken ausgesucht. Das wir dort auf eine Autobesatzung der Isarfische trafen, konnten wir nicht wirklich ahnen. Kurz vor Dresden dann der nächste Stopp, da der Alkohol zur Neige ging und diesem Missstand abgeholfen werden musste.

Kurz nach Drei erreichten wir dann Cottbus, eine Stadt in der es 1945 auch nicht schlimmer ausgesehen haben kann als im Jahre 2002. Bereits auf unserer Fahrt zum Parkplatz in einer Nebenstraße und erst recht auf dem Fußweg zum Stadion kamen wir fast ausschließlich an Abbruchhäusern vorbei und ich befürchtete schon hinter der nächsten Ecke auf einen übrig gebliebenen Russenpanzer zu treffen. Nach dem üblichen Abtatschen und Ausleeren der Rückentüte (Wow, in Deiner Fototasche ist ja wirklich ein Fotoapparat) gelangten wir endlich in den Gästeblock. Wobei ich sagen muss, das ich ein ähnlich heruntergekommenes "Stadion" noch nie gesehen habe. Noch vor dem Spiel klärte mich Markus über die Ordnerhierarchie auf. Den Toilettencontainer bewachten jedenfalls irgendwelche polnischen Gastarbeiter, die kein Wort deutsch verstanden.

Zum Spiel selbst fällt mir herzlich wenig ein. Nachdem Hansa gut begann und einige Großchancen heraus spielte, fielen plötzlich kurz hintereinander zwei Tore für die Gurken. Die ohnehin nicht so tolle Stimmung im Gästeblock sank auf den Nullpunkt, während sich die Anhängerschaft der Gurkentruppe nach jedem Tor von Pappkameraden in eine jubelnde Meute verwandelte, allerdings nur, um diese Mutation zehn Sekunden später wieder rückgängig zu machen. In der zweiten Hälfte fiel gegen hinten völlig offene Hanseaten auch noch das 3:0.

Währenddessen gelang es, die Ordner durch ein wenig Zaunrütteln in helle Aufregung zu versetzen, als plötzlich das Tor zum Innenraum aufsprang. Fortan wurde es von vier Mann bewacht, wobei festzustellen war, das die Ordner "nur einen Friseur" haben. Wenigstens ließen sie uns in Ruhe, während sie gegen die "Tribünenbesetzer" unter den Hansafans mit unverhältnismäßiger Brutalität vorgingen. Was solche gewaltbereiten Leute beim Ordnungsdienst zu suchen haben, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.

Die Rückfahrt verlief recht zügig und so kamen wir kurz nach Zwei wieder in Esslingen an. An Schlaf war allerdings nicht zu denken, da ich mir die ganze Nacht die Seele aus dem Leib kotzte. Offensichtlich wollte man mich mit der Stadionwurst vergiften.

Mario Reiter (NK 10)

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Stand: 20.02.2002

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